Wasser und Stein
Aussteller:
Jost von Allmen
Ort:
Blumenhaus
Ausstellungsjahr:
2003




Wasser und Stein
In den Aufnahmen kommt einerseits die jahrelange fotografische Auseinandersetzung mit dem Thema "Wasser" im Lauterbrunnental zum Ausdruck, andererseits zeige ich viele Bilder aus Schottland, die in ihrer Andersartigkeit eine thematische Ergänzung bilden. Beeinflusst und beeindruckt bin ich vor allem von den grossen amerikanischen Klassikern des zwanzigsten Jahrhunderts, etwa Ansel Adams, Edward Weston, Paul Strand oder John Sexton. Sie alle sind Vertreter der "Straight Photography", welche durch äusserst detailreiche und perfekt verarbeitete Bilder berühmt geworden sind.Jungfrauregion
So richtig heimgezogen ins Jungfraugebiet fühle ich mich erst seit 1988, als ich in Köniz bei Bern meine Stelle als Sekundarlehrer annahm. Seit Sommer 2002 arbeite ich nun an der Schule Matten, auch, um näher bei den Bergen zu sein. Als Ausgleich zu meiner Lehrtätigkeit wurde mir die Fotografie immer wichtiger, daraus schöpfe ich Kraft und Inspiration. In idealer Weise finde ich durch sie zum Naturerlebnis, zu körperlicher und geistiger Auseinandersetzung, aber auch zu innerer Ruhe und magischen Momenten.
Schottland
1985 lernte ich beim Skifahren im Jungfraugebiet eine Familie aus Edinburgh kennen. Auf ihre Einladung hin besuchte ich Schottland erstmals 1988. Die berühmten Highlands mit den unzähligen Lochs (Seen) und Bächen, die spektakulären Küsten und die Hebrideninseln, zogen mich sofort in ihren Bann. Die Kargheit und Unberührtheit der Landschaften, das Meer (als Kontrast zu den Alpen), die Gastfreundschaft und herzliche Art der Menschen, aber auch das kulturelle Angebot in Edinburgh und Glasgow, machen die regelmässigen Ferien jedes Mal zum Ereignis. Auf mittlerweile zwölf Reisen zu Fuss, mit dem Mountainbike, dann aber wegen der immer umfangreicheren Fotoausrüstung meistens mit dem Auto, habe ich Schottland kennen und schätzen gelernt. Die Auswahl der hier gezeigten Bilder aus Hunderten von Negativen soll das Thema "Wasser und Stein" abrunden.
Schwarzweiss - Fotografie
In einem Workshop 1990 mit dem Schweizer Fotografen Peter Gasser wurden mir die faszinierenden Aspekte der Schwarzweiss-Fotografie endgültig bewusst: Die Möglichkeiten zur Abstraktion, das Spiel mit Licht und Schatten, Formen und Kontrasten. Das höchste Ziel ist die Konzentration auf das Wesentliche. Schwarzweissbilder, richtig präsentiert und verstanden, überdauern Trends und Modeströmungen. Sie werden dadurch in ihrem Wert sogar noch gesteigert. Fotografie ist ein Kunsthandwerk, mit dem ich mir ein persönliches Bild erschaffe. Dazu kommt zweifellos die Freude an den technischen Möglichkeiten der fotografischen Ausrüstungen. Sie erlauben es mir, meine Eindrücke und Vorstellungen umzusetzen. Fotografieren bedeutet für mich nicht nur, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Das Bild ist meistens im Kopf schon viel früher entstanden! Ich baue die Ausrüstung auf, nehme die vielen Einstellungen vor, und erst, wenn alles passt, betätige ich den Auslöser. Im eigenen Labor werden die Negative anschliessend sorgfältig entwickelt und in einem aufwendigen Prozess zu archivfesten Vergrösserungen verarbeitet.








